Falsch ist richtig ist falsch

Das neueste Stück des Schauspiels dreht sich in Lot Vekemans „Falsch“ um die Frage der Wahrnehmung – und noch viel mehr

Die Geschichte ist schnell erzählt: Die beiden Schwestern Kat (Julia Wolff) und Sis (Paula Schäfer) kommen von einer Familienfeier und fahren gemeinsam nach Hause. Auf dem Weg fährt Sis einen Leitpfosten um, steigt aus, sieht sich den Schaden an und fährt weiter. Ist ja nicht viel passiert. Oder doch?

Und genau dort setzt „Falsch“ an. Denn hinter dem einfachen Unfall tuen sich Gräben auf. So fuhr die jüngere Schwester das Auto der älteren nur, weil jene betrunken war. Das war kein Einzelfall, denn Kat hat ein Alkoholproblem. Für sie ist der Unfall eine Katastrophe, obwohl sie vorgibt, ihn schlafend gar nicht wahrgenommen zu haben. Sis nimmt ihn eher auf die leichte Schulter.

Die beiden Schwestern befinden in einem zellenähnlichen Raum, in dem sie offensichtlich von Polizisten, die sie verhört haben, gebracht wurden. Dieser ist giftgrün gehalten, passend zur vergifteten Stimmung.

Foto: Wuppertaler Bühnen/Anna Schwartz

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