Eine echte Wuppertal-App

Wer sich mit Bliggit nicht so recht anfreunden konnte, wird mit der neuen Wuppertal-App sicherlich besser zurechtkommen

Es beginnt schon beim Namen: Wer im App-Store nach einer Applikation für die Stadt sucht, kommt nicht darauf, Bliggit als Stichwort einzugeben, eine Applikation, die es schon länger für die Städte Wuppertal und Saarlouis gibt. Wer jetzt Wuppertal eingibt, bekommt auch Wuppertal.

In der App seien alle Serviceangebote gebündelt, die bereits online abgerufen werden könnten, aber mehr oder weniger auf unterschiedlichen Wegen zu finden waren, erklärte Oberbürgermeisterin Miriam Scherff bei einer Pressekonferenz in der alten Bundesbahndirektion, die zum „ersten digitalen Rathaus der Stadt“ umgebaut wurde, so Scherff weiter.

Über die App können zum Beispiel Termine vereinbart werden. Sie enthält aber auch Informationen zu Verwaltungsleistungen, Beratungsstellen und Beteiligungsangeboten.

Daneben ist die Bliggit-App ebenso wie jene der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) und der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) integriert, sodass man durch eine Weiterleitung auch Fahrpläne, Veranstaltungskalender und weiteres abrufen kann. Zudem ist die App barrierearm und derzeit in 5 Sprachen zu nutzen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Ukrainisch und Türkisch). Das soll in Zukunft auf insgesamt 20 Sprachen ausgeweitet werden, berichtete Scherff.

Sandra Zeh, Dezernentin für Digitalisierung, Personal und Wirtschaft, erklärte weitere Besonderheiten der App bei dem Pressegespräch. So kann man Favoriten auf der Startseite anlegen, die man besonders häufig nutzt. Über einzelne Kacheln kann man Hinweise zu Notdiensten und andere wichtige Informationen bekommen.

Und auch die bisher separaten Apps zur Smart City würden in die neue App eingebunden, wenn der Förderzeitraum ausgelaufen sei. Weitere Integrationen der 30 eigenständigen Stadtbetriebe wie dem Zoo sollen ebenfalls nach und nach erfolgen.

Zehs Idee bei der App-Entwicklung: Wer eine Notapotheke sucht, findet über die App auch einen Parkplatz und kann das Parkticket über die Überleitungen in die Parco-App gleich am Handy buchen.

Foto: Bergische Blätter/NAS