Der lange Weg zum Haushalt
Die Städte müssen sparen, das ist allen klar. Aber was ist der richtige Weg? Wuppertals Kämmerer Thorsten Bunte und Oberbürgermeisterin Miriam Scherff haben Ende Januar 2026 einen Haushaltsentwurf für 2026/2027 sowie ein Haushaltssicherungskonzept für die nächsten 10 Jahre vorgelegt. Erst im Mai erfolgte eine Abstimmung – inklusive vieler Kritikpunkte. Ein Rückblick.
Eigentlich sollte der Haushalt und das Haushaltssicherungskonzept (HSK) der Stadt Wuppertal schon in der folgenden Ratssitzung beschlossen werden – doch die Mehrheit sprach sich für eine Vertagung aus, um mehr Zeit für die Überprüfung zu haben. Was damals nicht klar war: Kämmerer Thorsten Bunte hat sich um den gleichen Posten in seiner Heimatstadt Dortmund beworben. Die Stelle wird er am 1. Juli 2026 antreten.
Wäre der Haushalt nicht zeitnah verabschiedet worden, stünde die Verwaltung jetzt nicht nur ohne Kämmerer da, sondern es könnten auch keine Investitionen getätigt werden. Denn, so Bunte bei einer digitalen Pressekonferenz im Januar 2026: Wenn es keine Konsolidierungsmaßnahmen geben wird, rutscht die Stadt schon in diesem Jahr ins Defizit – falls es bis dahin nicht doch noch eine nennenswerte Altschuldenlösung geben werde. Ende 2025 wurden der Stadt vom Land zwar 334 Millionen Euro aus dem Altschuldenfonds zugesprochen, die nach Buntes Angabe komplett ins Eigenkapital der Stadt fließen werden. Aber er befürchtet, dass der Effekt schnell wieder verpuffen werde.
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