Anfassen, schauen, staunen
Nachdem das Engelshaus bereits 2021 in neuem Glanz erstrahlte und das Besucherzentrum als Verbindungselement 2024 eröffnet wurde, konnte im Mai 2026 auch die Wiedereröffnung des Museums für Frühindustrialisierung gefeiert werden. Gemeinsam bilden sie nun das Museum Industriekultur (MI).
Für Museumsleiter Lars Bluma ist das Museum für Frühindustrialisierung nicht nur ein Blick in die Vergangenheit des Tals der Wupper, sondern mit der neuen Ausstellung will er auch zeigen, dass hier durchaus auch Grundlagen der modernen Welt gelegt wurden. Denn was im Tal der Wupper um 1800 begann, seien Themen, die uns bis heute begleiten, erklärte Bluma beim Presserundgang durch die neue Ausstellung Anfang Mai 2026.
So hat bekanntlich der in Barmen geborene Friedrich Engels bereits die Frage nach der sozialen Ungleichheit gestellt. Mit der Industrialisierung gingen jedoch auch Umweltverschmutzungen und die Begründung des „fossilen Kapitalismus“ durch die Einführung der Dampfmaschine einher, so Bluma weiter.
„Wenn man Ebenen öffnet, hat man für alle einen Mehrwert.“
Museumspädagogin Samira Zachaei über die vielen Objekte, die für Menschen mit einer Sehbehinderung zum Ertasten geschaffen wurden, die beim Presserundgang aber auch alle anderen anfassten
Foto: Bergische Blätter/NAS
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