Mitbestimmen ist einfach

Am 14. September 2025 findet in Nordrhein-Westfalen die Kommunalwahl statt. Auch in Wuppertal werden die rund 255.000 wahlberechtigten Wuppertalerinnen und Wuppertaler aufgerufen, zur Wahlurne zu gehen. Außerdem können 122.000 Personen aus der Stadt einen neuen Integrationsrat wählen.

Wahlberechtigt für die Kommunalwahl ist, wer die deutsche oder eine Staatsangehörigkeit aus einem anderen Land der Europäischen Union hat, 16 Jahre alt ist, seit mindestens dem 29. August in Wuppertal den Hauptwohnsitz hat und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist.

Nach Angabe der Stadt Wuppertal am 28. August gingen bis dahin über 40.000 Briefwahlanträge ein. Falls man noch keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, sollte man sich schnell unter der Telefonnummer 0202/5639009 melden. Gewählt werden der Stadtrat, der Oberbürgermeister, die Bezirksverwaltungen und separat der Integrationsrat.

Der Stadtrat setzt sich aus den einzelnen Vertretern der Parteien zusammen und trifft die politischen Entscheidungen für Wuppertal. Er ist sozusagen der Bundestag auf Kommunalebene. Der Oberbürgermeister bildet die Spitze der Stadtverwaltung, ist Repräsentant Wuppertals und trifft die wichtigsten Entscheidungen. Bezirksvertretungen kümmern sich um die Belange der einzelnen Stadtteile. Diese Vertreter haben direkten Einfluss auf Entwicklungen in der eigenen Nachbarschaft und die dortige Infrastruktur, also etwa zu Grünflächen.

Der Integrationsausschuss vertritt die Interessen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte im Stadtrat. Diesen darf jeder wählen, der eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt, in Deutschland eingebürgert wurde, seit einem Jahr in Deutschland lebt und in Wuppertal seinen Hauptwohnsitz hat. Auch bei der Integrationsratswahl gilt das Mindestalter von 16 Jahren.

Am Abend der Wahl findet um 17.30 Uhr im Rathaus in Barmen am Johannes-Rau-Platz 1 die traditionelle Wahlparty statt, um miteinander die Ergebnisse der Wahl auf den Leinwänden und Bildschirmen zu verfolgen. Moderatorin ist Angela Wegner. Nach 18 Uhr stehen Analysen und Interviews auf dem Programm.

Demokratiewochen

Parallel zum Wahlkampf laufen in der Stadt die „Demokratiewochen“. Das Programm läuft seit dem 30. August und soll kulturelle Teilhabe und politischen Austausch mit unterschiedlichsten Angeboten fördern. Bis zum 12. September gibt es zum Beispiel immer dienstags, donnerstags und freitags von 11 bis 13 Uhr im Kukuna-Atelier (Hünefeldstraße 52c) ein „Demokratie-Cafe“. Am 5. September findet in der Zentralbibliothek (Kolpingstraße 8) eine Diskussionsrunde mit den Wuppertaler Oberbürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten statt.

Mit den „Demokratiewochen“ möchten die Veranstaltenden die Demokratie stärken und das tolerante Zusammenleben verbessern. Für das Programm wurden viele verschiedene Wuppertaler Organisationen, Vereine und Initiativen an einen Tisch geholt. Dazu gehören unter anderem die Bergische Volkshochschule Solingen-Wuppertal, der Caritasverband Wuppertal/Solingen e. V., die Stabsstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung der Stadt Wuppertal und der Wuppertaler Jugendrat.

Am Ende gipfelt das Projekt am 13. September im Demokratiefest in der Zentralbibliothek. Dabei laden viele verschiedene interaktive Stationen durch Fragen an die Besucherinnen und Besucher dazu ein, in den Austausch miteinander zu kommen. Die Veranstaltung findet von 10 bis 15 Uhr statt. Auch für Live-Musik wird gesorgt. Alle Termine kann man hier einsehen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Emre Cakmak