Die KiHo ist Geschichte

Am 3. Juli 2026 endete die Geschichte der Kirchlichen Hochschule Wuppertal am „Heiligen Berg“ in Barmen. Bis Ende des Jahres gibt es dazu noch eine Ausstellung.

Den Schlusspunkt machte das letzte Lehrsemester für den grundständigen Pfarramtsstudiengang. Im März 2027 wird die Kirchliche Hochschule dann komplett geschlossen – nach 91 Jahren. Ihren Ursprung hatte sie nach der Verabschiedung der Barmer Theologischen Erklärung am 31. Mai 1934. Damals formulierten 139 Delegierte der Bekenntnissynode Barmen diese 6 Thesen, um den Glauben und die Gestalt der evangelischen Kirche vor der nationalsozialistischen Ideologie zu schützen.

Dazu gehörte auch die Gründung der Kirchlichen Hochschule (KiHo) am 1. November 1935, getarnt als Abteilung B der Theologischen Schulen Elberfeld e. V. Nur wenige Monate später wurde sie von der Geheimen Staatspolizei wieder geschlossen. Gleich nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde die Hochschule – und zwar genau 10 Jahre später am 1. November 1945 – wieder eröffnet.

Als Erinnerung an die Barmer Erklärung und das gemeinsame Erbe arbeiteten der Evangelische Kirchenkreis Wuppertal und die KiHo im Rahmen des Projektes „Gelebte Reformation“ zusammen, zu der die gleichnamige Ausstellung in der Gemarker Kirche gehört.

Eine weitere Ausstellung, die noch bis zum Ende dieses Jahres zu sehen ist, wird im Foyer der Hochschul- und Landeskirchenbibliothek unter dem Titel „Das letzte Semester“ gezeigt. Darin ist ein Rückblick auf 91 Jahre Forschung und Lehre zu sehen, der sich auf eine Ausstellung von 2010 bezieht und Aktuelles aus einem Forschungsprojekt von Konstanze Kemnitzer, Inhaberin des Lehrstuhls für Praktische Theologie, hinzufügt.

Foto: Michael Mutzberg