Das Publikum sang mit
Die Geschichte des Wuppertaler Thalia-Theaters als bittersüße „Wupperetten-Revue“ begeisterte im Opernhaus
Es hätte so schön weitergehen können: Im Wuppertaler Opernhaus macht eine neu erschaffene „Wupperetten-Revue“ auf liebenswerte Weise deutlich, wie groß der Verlust an künstlerischem Leben war, als die Nationalsozialisten 1933 alles vernichteten, was nicht ihren Vorstellungen von „völkischer“ Kunst und Kultur entsprach – fast widerspruchslos von der Bevölkerung hingenommen. Gerade in den 4 Jahren von 1929 bis 1933 hatte der neue Direktor Robert Riemer das Thalia-Theater nicht nur renoviert, sondern auch eine neue, erfolgreiche Programmgestaltung entwickelt.
Mit 23 Liedern und Chansons, gesungen von einem vorzüglich ausgewählten Solisten-Ensemble und getanzt von der einfallsreich choreografierten Tanzstatisterie, erinnert die Revue „Von Thalia geküsst“ an diese Zeit künstlerischen Aufbruchs und Lebensfreude in der gerade entstandenen Großstadt Wuppertal.
Foto: Wuppertaler Bühnen/Patrick Gawandtka
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