Eigentlich wurde das Wasserwerk Eschbachtal in Remscheid bereits 2004 außer Betrieb genommen, weil es damals nicht mehr dem Stand der Technik entsprach und es auch genug Wasserkontingente aus der Großen Dhünntalsperre gab, um die Versorgung der Stadt zu sichern. 20 Jahre später haben sich die Vorzeichen durch den Klimawandel aber verändert: Die Regenmengen werden größer und Trockenperioden länger. Daraufhin hatte der Rat der Stadt Remscheid 2020 beschlossen, das Wasser der Eschbachtalsperre wieder für die Trinkwasseraufbereitung zu nutzen und das Wasserwerk durch den Einbau einer modernen Ultrafiltrationsanlage zu reaktivieren. Sowohl die Anlage als auch die Trinkwasserpumpen werden über ein Notstromaggregat verfügen, sodass auch bei vollständigem Stromausfall Trinkwasser aus der Talsperre aufbereitet werden kann, heißt es in einer Pressemitteilung der Remscheider Stadtwerke (EWR). 2023 kam der Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung Düsseldorf. Die Bauarbeiten haben im Januar 2024 begonnen. Nach aktuellen Planungen kann bis Ende 2025 der Betrieb aufgenommen werden.

Foto: EWR/Mike Giera