Was würde Deutschland eigentlich ohne Ehrenamtliche tun? Gerade in Wuppertal fällt mir das immer wieder auf. 2 besondere Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen mit ganz anderen Voraussetzungen kommen in diesem Oktober-Magazin vor. Da ist zum einen die Brennscheidt-Stiftung, die schon lange eine Förderin des Von der Heydt-Museums ist. Jetzt konnte sie einen Raum einrichten, in dem Veranstaltungen außerhalb der Museums-Öffnungszeiten möglich sind. Weil die Stadt kein Geld hat, ist die Stiftung überall dort eingesprungen, wo es nötig war. Dahinter steht viel Arbeit von Ehrenamtlichen, die die Stiftung mit Leben füllen. Lesen Sie mehr dazu auf unseren Kultur-Seiten.
Völlig anders gelagert ist die Arbeit, die die Ehrenamtlichen des Vereins Lichtschmiede leisten: Sie fahren nachts raus, um Obdachlose zu versorgen – auch wenn der Wecker morgens bei ihnen klingelt. Lesen Sie mehr dazu in unserem Thema.
Und das sind nur 2 Beispiele. Überall setzen sich Menschen ein, um anderen zu helfen oder das Leben schöner zu machen. Sie sind im Sport, in der Kultur, in Hilfsorganisationen oder im Zoo aktiv. Viele tun das offiziell und regelmäßig, andere helfen dort, wo es gerade passt.
Dazu gehört auch der Kuchen, der für das Schulfest gebacken wird, oder das Essen, das für Feuerwehrleute im Einsatz bereitgestellt wird. Ein aktuelles Bild ist mir in Erinnerung geblieben: Der Vater stand an der Straße am Grill, die Tochter legte die Würstchen in Brötchen und verteilte sie an die Hilfskräfte des Waldbrands, die mit ihren Einsatzfahrzeugen vorbeifuhren. Und auch das ist nur eine Momentaufnahme von vielen. Von der Arbeit, die die Freiwillige Feuerwehr grundsätzlich leistet, wollen wir hier gar nicht anfangen.
Ehrenamtliche Arbeit wird leider viel zu oft übersehen oder unterschätzt. Ich möchte mir unsere Gesellschaft aber gar nicht vorstellen, wie sie wäre, wenn die Ehrenamtlichen plötzlich streiken würden.