Fachwerk nachhaltig sanieren
Die Fab-Region Bergisches Städtedreieck veranstaltet von März bis Mai 2026 eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Typisch Bergisch: Fachwerk richtig sanieren – Nachhaltiges Bauen im Bestand“
Bei den Veranstaltungen geben Fachleute aus Architektur, Handwerk, Denkmalschutz und Energieberatung praxisnahe Einblicke in den ressorcenschonenden Umgang mit historischem Fachwerk. Den Auftakt macht am 23. März 2026 die „Gläserne Werkstatt“ in Solingen (Hauptstraße 61-63). Dort sprechen Markus Mattonet vom Ingenieurbüro Bergisches Land und Mona Lohrengel, Abteilungsleiterin Denkmalschutz und Stadtbildpflege der Stadt Solingen, darüber, wie man Potenziale im Fachwerk erkennen und Möglichkeiten abwägen kann.
Am 15. April folgt eine Exkursion durch Solingen-Unterburg, geleitet von Florian Bublies von der Verbraucherzentrale Solingen. Dabei geht es um das Thema der energetischen Sanierung von Fachwerkhäusern. Treffpunkt ist in der Schlossbergstraße (vor der Sparkasse).
Am 29. April geht es um traditionelle Handwerkstechniken und die Verbindung mit modernen Lösungsansätzen. Dabei wird Aleksandra Konopek in Solingen-Gräfrath ihr Fachwerkhaus öffnen, das derzeit saniert wird. Treffpunkt ist der Gräfrather Markt (Brunnen).
Den Abschluss macht am 11. Mai ein weiterer Vortrag in der „Gläsernen Werkstatt“. Dabei wird Santana Maria Gumowski von der Baukultur NRW und noch einmal Bublies Beispiele für zukunftsfähiges Bauen im Bestand und passende Förderprogramme aufzeigen.
Mit der Reihe möchte die Fab-Region, die von der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft koordiniert wird, zeigen, dass nachhaltiges und kreislauffähiges Bauen nicht nur ein Thema für die Zukunft ist, sondern auch eine Chance für den regionalen Bestand. Alle Veranstaltungen beginnen um 17 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird jedoch per E-Mail an Lilian Möntmann unter moentmann@bergische-gesellschaft.de gebeten.
Fab-Region// Hinter dem Begriff Fab steht das englische „Fabrication“, also Produktion. Das Projekt soll die Transformation der 3 bergischen Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid hin zu einer Kreislaufwirtschaftsregion unterstützen, in der lokal produziert wird, die aber auch global vernetzt ist. Die Fab-City-Initiative wurde 2014 in Barcelona ins Leben gerufen und vereint heute über 50 Städte und Regionen. Die Fab-Region Bergisches Städtedreieck wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Foto: Bergische Blätter/NAS