Wie geht es weiter?
Auf dem Areal der ehemaligen Firma Rasspe in Solingen geht es der Ausbau des Change-Campus’ weiter – aber mit Verzögerung
Voraussichtlich noch 2026 sollen die Bauarbeiten starten, die vor allem „zentrale Infrastrukturmaßnahmen“ beinhalten, wie es bei Solingen-Business, der Dachorganisation der städtischen Wirtschaftsförderung und des Gründer- und Technologiezentrums, heißt. Dazu gehört vor allem eine innere Erschließungsstraße, um weitere Ansiedlungen im Gewerbegebiet zu ermöglichen. Dieses hat eine Größe von 6,5 Hektar.
Das wird auch außerhalb der Fläche zu spüren sein: Ursprünglich war geplant, die Straße Stöcken in den Sommerferien (20. Juli bis 1. September) zur Einbahnstraße zu machen, um Bordstein- und Asphaltarbeiten durchführen zu können. Zusätzlich sollten Vorarbeiten für eine Ampelanlage und die Straßenbeleuchtung durchgeführt werden.
Aber die Baumaßnahme verzögere sich „aufgrund vergaberechtlicher Erfordernisse“, heißt es in einer Pressemitteilung von Mitte Juni. Eine weitere Einbahnstraßenregelung war für die Herbstferien (17. bis 31. Oktober) geplant. Wann die Bauarbeiten nun tatsächlich beginnen, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
Die Erschließung des Gewerbegebiets wird im Rahmen der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert. Bis Ende 2028 stehen dafür fast 2,2 Millionen Euro zur Verfügung. Die Stadt Solingen beziffert das Gesamtkonzept auf einen Höchstbetrag von 7,1 Millionen Euro.
Inhaltlich sollen auf dem Campus 3 Bestandsgebäude erhalten bleiben. Das betrifft die Alte Lehrwerkstatt, in der bereits (neben anderen) die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft einen neuen Standort gefunden hat. Auch das Gebäude Stöcken 21 sowie das ehemalige Lager- und Verwaltungsgebäude an der Straße werden saniert. Neu gebaut wird ein sogenannter Mobilitätshub. Auf dem Areal hinter den Gebäuden sollen neue Baugrundstücke entstehen.
Visualisierung: MVISU München