Das Tal der Wupper ist nicht nur der Gründungsstandort des heutigen Chemieriesen Bayer, sondern hier wurde vor mehr als 125 Jahren auch das Medikament Aspirin erfunden. Ein Teil dieser langjährigen Geschichte kam nun für eine Ausstellung zurück an die beiden Standorte Forschungszentrum Aprath und Werk an der Wupper – und ist danach im Archiv des Konzerns in Leverkusen untergebracht. Die Exemplare aus der Sammlung stehen dann Forschenden zur Verfügung. Vor allem Aspirin-Schachteln aus über 100 Ländern gehören zur Sammlung, die es so selbst bei Bayer nicht gebe, wie es bei der Ausstellungseröffnung in Aprath hieß. Zusammengetragen hat sie der Hausarzt Hellmut Anger aus Bielefeld, der zwar eine große Sammelleidenschaft hatte, aber auch erst einmal aus Zufall zu seiner Aspirin-Sammlung kam, wie dessen Tochter bei der Ausstellungseröffnung berichtete. So wurde ihm eine Aspirin-Schachtel aus dem Jahr 1928 geschenkt, die er in seiner Praxis ausstellte. Daraufhin brachte ihm ein Patient aus einem fernen Urlaubsland ebenfalls eine Schachtel mit, die auch ausgestellt wurde. Nach und nach kamen immer mehr hinzu, sodass eine große Sammlung aus über 100 Ländern entstand. Aspirin sei nicht nur das älteste Medikament von Bayer, sondern auch das erfolgreichste. Damals habe es 2 Jahre von der ersten Idee bis zum fertigen Medikament mit eingetragenem Markennamen gebraucht, heute Jahre bis Jahrzehnte und um die 2 bis 3 Milliarden Euro Entwicklungskosten. Aspirin ist als Medikament immer geblieben und hat im Laufe der Jahre viele neue Anwendungsgebiete bekommen. Derzeit werden nach Angabe des Unternehmens täglich 40.000 Tonnen oder 120 Milliarden Tabletten pro Jahr produziert.

Foto: Bergische Blätter/NAS