Eine Tänzerin, in goldenes Licht getaucht, bewegt sich in einer klaren, fast vulkanisch anmutenden Bühnenlandschaft, die an erkaltete Lava erinnert. Anderswo formen Gruppen von Tänzerinnen und Tänzern verspielte und sinnliche Gesten zu portugiesischer Musik. Frauen in farbenfrohen Kleidern tanzen barfüßig zur Musik und bewegen sich dabei zwischen Lachen und Melancholie. Aber auch die Tänzerin im Ballonkleid zwischen Humor und Verzweiflung sowie die Badewanne voller Schaum tragen dazu bei, dass jedes Bild und jede Szene des Tanztheaterstücks „Masurca Fogo“ zu Leichtigkeit und Neugier einladen, Tanz, Fado-Musik, Sprache und Bild sich zu einer Erkundung der vielen Gesichter von Liebe, Sehnsucht und Lebensfreude verbinden. Vom 23. Januar bis zum 1. Februar 2026 zeigt das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch im Opernhaus (Kurt-Drees-Straße 4) diese Feuer-Mazurka, die 1998 uraufgeführt wurde. Das Werk entstand in Kooperation mit der „Expo 98“, der Weltausstellung in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Im März 2026 kommt zudem Pina Bauschs Choreografie „Vollmond“ zurück nach Wuppertal – 20 Jahre nach der Uraufführung. In dem Stück spielt Wasser eine zentrale Rolle – im spektakulären Bühnenbild von Peter Pabst. Erforscht werden darin die Dynamiken des Begehrens, ein Thema, das für Pina Bauschs Arbeit von zentraler Bedeutung war. Die Vorstellungen finden vom 20. bis 29. März im Opernhaus Wuppertal statt. Der Vorverkauf für „Masurca Fogo“ hat bereits begonnen, der für „Vollmond“ startet am 23. Januar.
Foto: Tanztheater Wuppertal/Martin Argyroglo