Von den 80ern bis heute
Mit vielen Programm-Höhepunkten mit Musik von den 1980er-Jahren bis heute wartet dasinzwischen 34. Musik- und Theater-Festival am Rothaarsteig in diesem Jahr vom 21. bis 25. Mai auf
Doro Pesch, die Rainbirds und Fury in the Slaughterhouse sind gleich 3 klangvolle Namen der 1980er-und 1990er-Jahre, die sich beim Kultur-Plus-Festival in diesem Jahr die Ehre geben werden. Hinzu kommen Akrobatik, Sinfonik und Heavy Metal – es wird also wieder eine wilde Mischung. Mit dabei sind der Cirkus Cirkör, die Philharmonie Südwestfalen, Ennio, Rauhbein, Aaron und die No Angels.
Achtung: Aufgrund einer Erkrankung einer Sängerin der No Angels muss das Konzert beim Festival (wie alle anderen der Band im Mai) abgesagt werden. Alle im Vorverkauf erworbenen Karten können gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Veranstalters vom 7. Mai 2026.
Dabei wird auf der Ginsberger Heide auf dem Kamm des Rothaarsteigs wieder eine Theaterzeltstadt aufgebaut, die das Programm im Bereich Musik und Theater mit dem Ausflugsziel mitten in der Landschaft verbindet.
Der schwedische Cirkus Cirkör steht für eine zeitgenössische, erzählerische Zirkuskunst, die im Stück „Knitting Peace“ Akrobatik, Tanz, Musik und Theater verbindet. Das Stück erzählt eine Geschichte von Gemeinschaft, individueller Stärke und gesellschaftlicher Spannungsfelder.
Unter der Leitung von Evan-Alexis Christ wird das Sinfonieorchester gemeinsam mit der Sopranistin Jeannette Wernecke ein Programm mit dem Titel „Milestones“ spielen. Zu hören sein wird Richard Wagner und Edvard Grieg ebenso wie „Der Barbier von Sevilla“. Mit James-Bond-Melodien, Queen, Taylor Swift und Michael Jackson wird der Bogen zum Hier und Jetzt geschlagen.
Ennio, der in seinen Liedern Selbstzweifel, Nähe und Identität thematisiert, vertritt als einer von zweien die junge deutsche Pop-Generation. In seinem aktuellen Song „Haifischbecken“ geht es zum Beispiel um die Schattenseiten der Musikindustrie. Moderne Pop-Balladen wird der Singer-Songwriter Aaron zum Besten geben. Bekannt ist er als Solo-Künstler und als Drummer von Zartmann.
Ganz anders kommt die Band Rauhbein mit deutschsprachigem, irisch beeinflussten Folk-Rock daher. Aber auch bei ihr geht es um Themen wie Neuanfänge, Lebensmut sowie die Höhen und Tiefen des Lebens.
Das Feeling der späten 1980er- und 90er-Jahre wird Doro Pesch mit Rock- und Metal-Klängen einläuten. Sie begann ihre Karriere als eine der ganz wenigen Frauen in dem Genre 1986. Bei ihrem Konzert wird sie Altes und Neues auspacken – vom ersten Album „Burning the witches“ bis zu „Conqueress – Forever strong and proud“.
Mitten rein in die 80er bis 90er geht es auch mit der Band „Rainbirds“, die zu den prägenden Stimmen des deutschen Pop und Indie gehörte. Katharina Franck veröffentlichte mit ihrer Band (ebenfalls 1986) mit „Blueprint“ einen Song, der bis heute im Radio gespielt wird. Das Konzert soll ein Brückenschlag zwischen Rückblick und Gegenwart werden, versprechen die Veranstalter rund um das Kulturbüro des Kreises Siegen-Wittgenstein.
Die wohl erfolgreichste deutsche Band der 1990er-Jahre ist Fury in the Slaughterhouse, deren Songs „Every generation got its own disease“ und „Radio Orchid“ bei vielen Kultstatus erreicht haben. Aber es gibt auch viel Neues, das bei den zahlreichen Konzerten der letzten Jahre gespielt wurde – und auch bei Kultur Pur zu hören sein wird.
Den Sprung in die frühen 2000er-Jahre machen die No Angels, die 2025 wieder gemeinsam auf Tour gegangen sind. Das Konzert bei Kultur Pur soll kein nostalgischer Rückblick, sondern ein zeitgemäßes Popkonzert sein, bei dem Professionalität, Selbstbewusstsein und Weiterentwicklung im Mittelpunkt stehen sollen, heißt es bei den Veranstaltern weiter.
Weitere Informationen zum Programm sowie Karten für alle Veranstaltungen gibt es im Internet und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Foto: Bergische Blätter (Von links: Festival-Leiter Jens von Heyden, Landrat Andreas Müller und Patrick Zöller vom Kulturbüro des Kreises Siegen-Wittgenstein)