Von Drachen und Schlangenjungfern
Selten und doch allgegenwärtig: Drachen im Bergischen Land – eine Suche von Ulrich Magin
Ein richtiges Drachenland ist das Bergische nicht – hier regieren eher die Zwerge, die Werwölfe und die schwarzen Hunde als die Drachen. Aber ganz gemieden haben die gepanzerten Ungeheuer die Region nicht. Es gibt eine Handvoll sagenhafter Berichte – vor allem aus den Randgebieten.
Die bekannteste Drachensage des Bergischen Landes spielt am Drachenfels bei Königswinter. Die moderne Variante, in der der Nibelungenheld Siegfried dort ein grausames Schuppentier erschlug, ist eine romantische Erfindung des 19. Jahrhunderts. Aber ein gefährliches Riesenreptil vermutete man dort schon vorher. „Nach der mündlichen Überlieferung hatte der Drache sieben oder gar neun Köpfe“, schrieb Otto Schell 1897 in seinen „Bergischen Sagen“.
Foto: Ulrich Magin
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