In Wuppertal ist mal wieder viel passiert, diesmal vor allem, was die Bereiche Kunst und Kultur betrifft. So wurde das Urbane Kunstmuseum Wuppertal fertiggestellt, das unzählige fassadengroße Bilder ins Stadtbild gezaubert hat.
Die Pallas Athene hat endlich ein Gegengewicht bekommen, das die Skulptur von Arno Breker, der weit mehr als umstritten ist, einordnet. Und es ist Wuppertal geräuschlos gelungen, einen neuen Generalmusikdirektor zu wählen, der auf den ersten Blick einen vielversprechenden Eindruck macht.
Man könnte also sagen: Es läuft derzeit gut – wäre da nicht die Abwahl von Kulturdezernent Matthias Nocke. Über die Ungereimtheiten drüber, wer ihn angeblich gewählt hat, und dass dies mathematisch nicht hinhaut, will ich hier gar nicht reden. Dazu ist genug gesagt worden.
Die Frage ist: Wie geht es weiter? Derzeit geht die Verwaltungsspitze davon aus, dass es so schnell wie möglich eine Neubesetzung mit altem Zuschnitt geben wird, also zum Beispiel auch der Sport und der Bereich Ordnung dazugehört. Weil die Zuständigkeit groß ist, stellt sich als weitere Frage, ob die Neubesetzung einen ähnlich großen Schwerpunkt auf die Kultur setzen wird, wie es Nocke getan hat.
Das war vor allem beim (zukünftigen) Pina-Bausch-Zentrum sichtbar, für das sich Nocke vehement eingesetzt hat. Nun hat Oberbürgermeisterin Miriam Scherff seine Rolle übernommen, ließ die Stadt jetzt verlauten.
Wo die Reise hingeht, werden wir spätestens erfahren, wenn der Rat der Stadt Wuppertal im September 2026 über das Pina-Bausch-Zentrum abstimmt. Kommt es nicht, geht viel verloren, angefangen beim Geld. Kommt es doch, aber in kleinerer Version, muss bewiesen werden, dass es geht. Nocke hat das immer bezweifelt, nicht nur, weil die Fördergelder vor allem für einen Erweiterungsneubau geflossen sind. Es bleibt also spannend …