Inspiration, Wissen und Vernetzung
Am 11. und 12. März 2026 findet auf dem Areal Böhler die 2. Circular Valley Convention statt, die sich mit dem Thema Kreislaufwirtschaft und geschlossenen Stoffkreisläufen beschäftigt
An diesen beiden Tagen will die Tagung und Messe rund um die Kreislaufwirtschaft Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und der Gründerszene zusammenbringen, um konkrete Lösungen für eine „zirkuläre Zukunft“ zu präsentieren, wie es in einer Pressemitteilung der Initiative Circular Valley heißt. So soll die Veranstaltung Raum für Vernetzung, Wissensaustausch und Inspiration bieten. Letztere könnte unter anderem von den über 100 Ausstellern kommen, die angekündigt sind – und viele Praxisbeispiele mitbrächten.
Inhaltlich soll es darum gehen, die zirkuläre Wirtschaft zu einer „tragfähigen Industrie- und Standortstrategie“ zu machen, bei der Wettbewerbsfähigkeit, Rohstofflieferung, Resilienz globaler Lieferketten und Unabhängigkeit eine Rolle spielen. Beleuchtet werden nachhaltiges Produkt-Design, die Verlängerung von Produktlebenszyklen durch Instandsetzung und neue Einsatzgebiete sowie der Digitale Produktpass. Auch die Frage, wie der Ressourcen-Verbrauch von Anfang an verringert werden kann, soll gestellt werden. Und wie kann Digitalisierung und Künstliche Intelligenz dazu beitragen?
Für die Podien eingeladen sind neben anderen Bundesumweltminister Carsten Schneider und NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur sowie Vertreterinnen und Vertreter internationaler Industrieunternehmen und von Forschungseinrichtungen. Schneider wird zum Stand und zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie sprechen.
Oliver Krischer, NRW-Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, erläutert die Landeskreislaufwirtschaftsstrategie und will aufzeigen, wie Landespolitik und Industrie gemeinsam die Voraussetzungen für leistungsfähige Recycling-Strukturen schaffen können, heißt es in einer Ankündigung des Kongresses.
In den Blick genommen werden unter anderem die Branchen Chemie, die Konsumgüterindustrie, der Maschinenbau, die Logistik und die Bauwirtschaft. So wird NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach über zirkuläres Bauen in Nordrhein-Westfalen, politische Rahmenbedingungen, regulatorische Anforderungen und die öffentliche Steuerung der Transformation sprechen. Unternehmen geben danach Einblicke in entsprechende zirkuläre Baustoffe.
Bei der Tagung soll auch eine Rolle spielen, wie die Kreislaufwirtschaft unter verschärften regulatorischen Anforderungen und geopolitischen Unsicherheiten „zur strategischen Ressource für Industrie und Gesellschaft“ werden könne, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt.
Daneben soll in kleinerem Rahmen über konkrete Anwendungsfälle diskutiert werden, etwa zu chemischem Recycling, zu Künstlicher Intelligenz (KI) im Kunststoffbereich, nachhaltiger Chemie und Gemeinwohl-Ökonomie.
Start-ups und Alumni
Teil der Tagung wird auch wieder der „Demo Day“ sein, bei dem die derzeitigen internationalen Start-ups einen Einblick in ihre Lösungen im Sinne der Kreislaufwirtschaft geben. Dabei geht es unter anderem um digitale Rückverfolgbarkeit, neue Materialien und Recycling-Prozesse, die mit Hilfe von KI erfolgen. In diesem 10. Circular Economy Accelerator sind 17 Start-ups aus Europa, Nordamerika, Afrika und Asien vertreten. Mit dabei sind zudem Alumni der bisherigen Förderrunden aus dem Accelerator (englisch für Beschleuniger).
Das Förderprogramm unterstützt seit 2021 junge Unternehmen dabei, ihre Lösungen gemeinsam mit Industriepartnern, Investoren sowie Expertinnen und Experten aus dem Circular-Valley-Netzwerk weiterzuentwickeln.
Die Tagung ist eine Gemeinschaftsinitiative von Circular Valley mit Sitz in Wuppertal, der Messe Düsseldorf sowie Fraunhofer-Instituten. Mitgastgeber sind die Unternehmen BASF, Bayer, Evonik, Henkel und Vorwerk. Weitere Informationen zum Programm und zu Tickets gibt es hier.