Der Brückenpark Müngsten hat sich seit der Regionale 2006 zu einem echten Anziehungspunkt im bergischen Städtedreieck gemausert. Und seit das Unternehmen Deepwood den „Brückensteig“ anbietet, hat das Ganze noch einmal an Dynamik gewonnen. Denn weit über die Region hinaus kommen Menschen in den Brückenpark, um sich Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke nicht nur von unten anzusehen, sondern dort auch hochzuklettern.

Nach 20 Jahren Eröffnung des Parks kann es aber auch jetzt noch einmal etwas Neues geben. Und es gibt schon eine Idee, die dem Park gut zu Gesicht stehen würde: Eines der Häuser des Solar Decathlon, das von Studierenden aus 6 Fachbereichen der Hochschule Düsseldorf konzipiert und errichtet wurde, könnte als Tourismus-Information und Anlaufstelle des Brückensteigs in den Park ziehen. Damit würde natürlich ein Stück Natur aufgegeben, aber die Bauten wurden ganz im Sinne von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft gebaut. Fände nun ein weiteres Haus des Wettbewerbs eine neue Funktion, wäre das ein echter Kreislauf-Volltreffer.

Das „MIMO“, was für minimalen Impact (Eingriff) und maximalen Output (Wirkung) steht, wurde als Aufstockung des Café Ada in der Wuppertaler Wiesenstraße geplant, funktioniert aber auch als eigenes Haus, wie derzeit noch im „Living Lab NRW“ auf dem Solar-Decathlon-Gelände an der Nordbahntrasse in Höhe des Mirker Bahnhofs zu sehen ist. Es ist unter anderem mit einer Photovoltaik-Anlage und Wärmepumpe ausgestattet.

Spätestens mit Blick auf die Bewerbung als Weltkulturerbe (auch wenn das noch ein langer Weg ist) wäre eine Anlaufstelle für Touristen sinnvoll. Und wenn das Team des Brückensteigs das Gebäude mitnutzen würde – derzeit kann es das Haus Müngsten nutzen – wäre das ja auch nicht verkehrt. Mal schauen, wie sich das entwickelt. Ich bin gespannt.