Zwischen den Zeilen
„Between Lines“ ist eine Ausstellung überschrieben, die das 25-jährige Bestehen des Neubaus und den 80. Geburtstag seines Architekten Daniel Libeskind feiert. Sie ist noch bis zum 1. November 2026 zu sehen.
Eigentlich kann der auf den ersten Blick verwirrende Zick-Zack-Anbau des damaligen Berlin-Museums von Daniel Libeskind recht einfach entschlüsselt werden, wenn man seine 3 Grundgedanken zum Entwurf kennt. Der amerikanische Architekt wollte zeigen, dass die Geschichte Berlins nicht ohne den Anteil der jüdischen Bevölkerung zu verstehen ist. Daneben ging es ihm darum, den Holocaust deutlich zu machen und schließlich wollte er zeigen, dass die Auslöschung jüdischen Lebens in der Stadt anerkannt und verarbeitet werden muss.
Der erste Gedanke spiegelt sich im Zick-Zack-Muster des Baus wider: Damit habe er Adressen für ihn wichtiger und bedeutender Jüdinnen und Juden, zum Beispiel Rahel Varnhagen, die in der Französischen Straße 20 lebte, und Heinrich Heine, der zeitweise in der Mohrenstraße 32 lebte, auf einem Berliner Stadtplan verbunden.
Foto: Jüdisches Museum/Yves Sucksdorf
Dies ist geschützter Inhalt. Bitte melden Sie sich an, um ihn anzusehen.