Vorschläge für Reformen
Die Bergische Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid hatte wieder zum Sommerempfang geladen – und über 1.000 Gäste kamen in die Historische Stadthalle Wuppertal, um dem Gastredner Peer Steinbrück zuzuhören
Peer Steinbrück (1947 in Hamburg geboren) ist ein Urgestein der deutschen Politik – war allerdings nicht immer unumstritten. Sein Aufstieg begann als SPD-Minister in Schleswig-Holstein, bevor er 1998 in Nordrhein-Westfalen Wirtschaftsminister wurde. 2000 wechselte er ins Finanzministerium. Von 2002 bis 2005 war er NRW-Ministerpräsident.
2005 führte ihn sein Weg als Finanzminister in die Bundespolitik. Bis 2009 blieb er unter Kanzlerin Angela Merkel in dieser Position, 2013 trat er als SPD-Kanzlerkandidat gegen sie an und verlor. Bis 2016 blieb er Bundestagsabgeordneter.
In seinem Gastvortrag vor Vertretern der bergischen Industrie, des Handels, der Dienstleister, der Politik und der Medien sprach Steinbrück zum Thema „Dimension der Zeitenwende – eine Reformagenda für Deutschland“. Das Wort Zeitenwende sei erstmals beim Angriff Russlands auf die Ukraine 2014 gefallen (die Annexion der Krim), aber noch einmal viel eindringlicher vom damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz 2022 genutzt worden, als auch der Rest der Ukraine angegriffen wurde. Steinbrück hat jedoch das Gefühl, dass die Dimension bis heute nicht allen bewusst sei. Denn es gebe kein „sowohl als auch“ mehr, sondern nur noch ein „entweder – oder“.
Foto: Bergische Blätter (Von links) Peer Steinbrück, IHK-Vizepräsident Dr. Andreas Groß, IHK-Präsident Henner Pasch, IHK-Vizepräsidentin Katrin Becker und Moderatorin Sissi Hajtmanek
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