„Wasser ist das Thema schlechthin“

Beim Jahresauftaktgespräch des Wupperverbands ging es darum, wie man Wasser als Lebensgrundlage im Rahmen der Wasserwirtschaft schützen kann

Das vergangene Jahr hat wieder gezeigt, was sich in den nächsten Jahren wahrscheinlich wiederholen wird: Die Brauchwasser-Talsperren im Einzugsgebiet des Wupperverbandes, das dem namensgebenden Fluss entspricht, hatten sehr niedrige Füllstände. Das lag an zu geringen Regenfällen und der Praxis, dass die Talsperren ihr Wasser an die Wupper abgeben, um einen kontinuierlichen Durchfluss zu garantieren. Der verhindert das Trockenfallen des Flusses, was wichtig für Tiere und Pflanzen im Gewässer ist. Denn ohne Wasser können sie nicht leben. Zudem steigt der Schadstoffwert, wenn das Wasser zu niedrig wird.

Aber das zeigt schon das Dilemma: Die Talsperren müssen das ganze Jahr über für ausreichend Wasser sorgen. Gleichzeitig haben auch sie ein Ökosystem, das von einem gewissen Füllstand abhängt. Bisher schreibt die Bezirksregierung Düsseldorf vor, in den Brauchwasser-Talsperren in den Wintermonaten einen sogenannten Hochwasserschutzraum vorzuhalten. Doch genau das nicht gespeicherte Wasser habe im Sommer 2025 gefehlt, berichtete Ingo Noppen, Vorstand des Wupperverbands, bei der Vorstellung der Bilanz des vergangenen Jahres im Verbandshaus in Wuppertal.

Foto: Wupperverband (Bever-Talsperre mit niedrigem Wasserstand)

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